Das Programm von 2019

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Das Programm im Detail:

Erster Workshop Block

Alternative Education. From Egypt to Switzerland – discovering, exchanging, building solidarities. 
mit: Studierenden, die andere Wege suchen
Die Veranstaltung wird durch verschiedene Personen geleitet, die an Seminaren, Workshops und Projekten zu den Themen alternativer Bildung und dekoloniale Methoden, teilgenommen haben. Wir wollen mit euch über Arten von hierarchiefreiem Austausch, Strategien des Um-/Verlernens und Möglichkeiten von Kollaborationen sprechen. //
The event will be led by different persons who participated in seminars, workshops and projects around the topics of alternative education and decolonial methods. We want to talk with you about forms of exchange free of hierarchy, strategies of unlearning and the possibilities of collaborations.
Offen für alle. Open for all.
Sprachen, languages: Deutsch, Englisch, Arabisch. German, English, Arabic

Jineoloje: Wissenschaft der Frauen/Strukturen der kurdischen Frauenbewegung
mit: Özen Aytaç Amara
Von Vertreterinnen der kurdischen Frauenbewegung erfahren wir mehr zu folgenden Fragen: Wie setzt sich die Frauenbewegung zusammen? Wie hat sie sich entwickelt? Und welche Idee steckt dahinter, dass sich Frauen selbst organisieren?

Kritik des Lebenslangen Lernen
mit: Ulla Klingovsky
Der Begriff des Lebenslangen Lernens hat seit den 1990er Jahren Konjunktur. Waren die UNESCO-Entwürfe in den 1970er Jahren noch getragen von der emanzipatorischen Idee einer umfassenden Entfaltung des ‚ganzen Menschen‘, der Verbesserung der menschlichen Lebensbedingungen und der Demokratisierung der Gesellschaft, fügt sich der gegenwärtige Diskurs in eine politische Agenda unter gänzlich anderen Vorzeichen. Zunehmend agieren supranationale Organisationen (OECD, Weltbank, EU) auf einem globalen Bildungsmarkt und fordern Menschen dazu auf, endlich zu wollen, was sie müssen, nämlich ein Leben lang lernen, um durch eine stete Optimierung der eigenen Humanressourcen den globalen Wettbewerbsanforderungen zu entsprechen. Im Workshop analysieren wir den Imperativ des Lebenslangen Lernens ausgehend von unseren eigenen Bildungsbiographien und skizzieren Perspektiven für Kritik.

Essen von Bio für Aui mit geretteten Lebensmitteln
Lange Nacht der Bildung takes over Woker Mensa! Jetzt gibt es für einmal Bio Essen in der Mensa

Zweiter Workshop Block

Activist Research zu Racial Profiling. Forschen «mit» statt «über» soziale Bewegungen
mit: Sarah Schilliger, Andrea Filippi und Mohamed Wa Baile
Rund um den strategischen Gerichtsprozess von Mohamed Wa Baile, der sich gegen Racial Profiling der Zürcher Polizei wehrte, ist eine Bewegung entstanden, die eine breite mediale und politische Öffentlichkeit geschaffen hat – aussergewöhnlich hoch für ein Land, in dem Rassismus üblicherweise dethematisiert wird. People of Colour und weisse Aktivist*innen haben dabei mittels vielfältiger künstlerischer, wissenschaftlicher und politischer Formen des Engagements den Gerichtsprozess unterstützt. Wie kann es zu einem produktiven Zusammenkommen von Wissenschaft und sozialen Bewegungen kommen? Ausgehend von ihren je spezifischen Erfahrungen und sozialen Positionierungen thematisieren Mohamed Wa Baile, Andrea Filippi und Sarah Schilliger das Potential, aber auch die Herausforderungen kritischer, aktivistischer Wissensproduktion zu Rassismus.

Feministischer Streik – was bleibt?

131 Tage nach dem Streik besprechen wir Fragen wie: Was hat sich für uns durch den Streik verändert? Was haben wir gelernt? Was oder wer ist untergegangen? Und wie machen wir weiter? Gemeinsam versuchen wir, einen safe_r space zu schaffen und Raum für Freude, Wut, Ängste und Ideen zu bieten.
Offen für FLINT+ (Frauen, Lesben, Inter-, Non-binäre- und Trans-Personen)

Klimanotstand jetzt!
mit: Klimastreik Bern
Wir befinden uns in einer Klimakrise und haben keine Zeit zu verlieren! Universitäten sind wissenschaftliche Institutionen mit Ausstrahlung, die insbesondere zur Entdeckung und Erfassung der Tragweite des Problems beigetragen haben. Es kommt ihnen eine besondere Verantwortung zu, ihren Forschungserkenntnissen entsprechend zu handeln. Es geht darum, die akademische Welt, und somit auch die Uni Bern, so zu verändern, dass diese nicht auf Kosten des Klimas lebt.
Die Klimabewegung hat sich auch an der Uni Bern festgesetzt. Was hat sie bis jetzt erreicht? Und wie machen wir nun weiter? Im Workshop diskutieren wir mit Vertreter*innen der Klimabewegung und der SUB über den Klimastreik an der Uni Bern und planen konkrete Aktionen.

Abschlussplenum
Grosse Versammlung zum Schluss

Ausklang

Queerfeminist Sorytelling with Melodies
mit Lila Lisi
„Lila Lisi erzählt mit Gitarre und Stimme Geschichten über die vielfältigen Erscheinungsformen der Identität und der Liebe zur Komplexität der Menschheit, die uns alle verbindet.
Die Performance ist eine Erkundung mit überraschenden Wendungen und Bedeutungen. Diese Art von Musik nährt und die Lieder lassen die Zuhörenden in ihren täglichen To-Do-Listen einen Moment anhalten und öffnen ein Türchen zur Innenwelt.“
www.lilalisi.ch